Permanentes Laboratorium

Messgröße / Kalibriergegenstand Messbereich / Messspanne Messbedingungen / Verfahren kleinste angebbare
Messunsicherheit1)
Bemerkungen
Länge
Parallelendmaße aus
Stahl und Keramik
nach DIN EN ISO 3650

10 mm bis
1000 mm Nennmaß


DAkkS-DKD-R 4-3 Blatt 3.1 Messung des Mittenmaßes im Vergleich mit einem Stufenendmaß aus
Stahl und Bestimmung der Parallelität der Messflächen innerhalb eines Durchmessers
von 6mm um das Mittenmaß


0,10μm + 0,4 • 10-6L
L ist die Länge des Maßes
Stufenendmaße bis 1060 mm
Nennmaß
Messung der Mittenmaße im Vergleich mit einem Stufenendmaß aus Stahl 0,10μm + 0,5 • 10-6L
≥ 0,12μm
L ist die Stufenlänge
Kugelleisten mit Innen- oder Außenkugeln und Lochleisten bis 1000 mm
Abstand der Kugel- bzw. Bohrungs-mittelpunkte
Messung der Kugel bzw. Bohrungs-
abstände im Vergleich mit einem Stufen-endmaß aus Stahl
0,12μm + 0,5 • 10-6L
≥ 0,14μm
L ist der Abstand der Kugel- bzw. Bohrungsmittelpunkte
Kugelplatten mit Innen- oder Außenkugeln und Lochplatten bis 850 mm
diagonaler Abstand der Kugel- bzw. Bohrungs-mittelpunkte und einem maximalen Seitenverhältnis von 2:1
Messung der Kugel bzw. Bohrungs-
abstände im Vergleich mit einem Stufen-endmaß aus Stahl
0,12μm + 0,5 • 10-6L
≥ 0,14μm
L ist der Abstand der Kugel- bzw. Bohrungsmittelpunkte
Einstellringe und
Einstelldorne
Innenzylinder und
Außenzylinder

Durchmesser

Rundheit

Geradheit

Parallelität der
Mantellinien
Durchmesser 10 mm bis 100 mm
Nennmaß
DAkkS-DKD-R 4-3 Blatt 4.1 Messung
des Zweipunktdurch-messers im Vergleich
mit einem Ring bzw. Dorn und einem Stufenendmaß



0,10μm + 0,4 • 10-6D

0,1μm

0,2μm

0,25μm
D ist der Durchmesser
Kugeln

Durchmesser

Rundheit
Durchmesser 10 mm bis 100 mm
Nennmaß
Messung des Zweipunktdurch- messers im Vergleich mit einer Kugel und einem Stufenendmaß


0,10μm + 0,4 • 10-6D

0,1μm
Thermischer Ausdehnungskoeffizient CTE von Werkstücken und Maßverkörperungen Maximale Länge für 1D Körper: 1150 mm Maximaler Bereich für 2D Körper:
650 mm x 650 mm
Messung des linearen thermischen Ausdehnungs- koeffizienten CTE im Temperaturbereich von 20°C bis 30°C


UCTE(t) = 0,03 · 10-6 K-1 + 0,005 · CTE(t) +
(0,025 · 10-6 K-1 m) / L
Für 20°C ≤ t ≤ 30°C
L ist die gemessene Länge CTE ist der thermische Ausdehnungs- koeffizient in 10-6 K-1 Beispiel:
U = 0,11 · 10-6 K-1
für Stahl: L = 1m
U = 0,14 · 10-6 K-1
für Stahl: L = 0,5m
Koordinatenmesstechnik Prismatische Werkstücke Koordinaten- messgerät mit einem kalibrierten Messvolumen von:
X = 900 mm Y = 1500 mm Z = 650 mm
Taktile Messung in Form von Einzelpunkt- antastungen mit einem Koordinatenmessgerät und Bestimmung von durch Regelgeometrien (Einzelpunkte, Geraden, Ebenen, Kreise, Kugeln Zylinder, Kegel, Tori,) definierten geometrischen Parametern mit der Auswertesoftware des Koordinaten- messgerätes. Die Einzelpunkt- antastung kann entweder mit fester, vorgegebener Messkraft oder mit Extrapolation auf Messkraft Null erfolgen. Einzelpunktantastungen in Form von "Selbstzentrierenden Antastungen" werden im Rahmen der Akkreditierung nicht verwendet. Kalibrierungen werden mit Antastelementen mit Durchmessern im Bereich 0,3 mm bis
20 mm durchgeführt.
Die nach dem Verfahren "Virtuelles Koordinaten- messgerät" in Anlehnung an VDI/VDE 2617 Blatt 7 durch Simulation bestimmte Messunsicherheit ist aufgabenspezifisch und wird durch Multiplikation der berechneten Standard- unsicherheit mit einem Erweiterungsfaktor k = 2 angegeben. Die Messunsicherheit für bidirektionale Längenmess- unsicherheiten an Prüfkörpern aus Stahl in Messpositionen gemäß DIN EN ISO 10360-2:2010 beträgt im spezifizierten Messvolumen für zentrale Taststifte (Abstand null der Tastkugelmitte von der Pinolenachse):
UE0 = 1,5μm + 1,5 · 10-6 · L
Und für Messungen mit seitlichen Taststiften (Abstand 150 mm der Tastkugelmitte von der Pinolenachse) maximal:
UE150 = 1,5μm + 1,5 ·10-6 · L
L ist die gemessene Länge.
Kalibrierungen nur im DAkkS-Kalibrier- laboratorium. Die für allgemeine Messaufgaben gemäß Akkreditierungsumfang ermittelten Messunsicherheiten sind aufgabenspezifisch und können sich daher von den angegebenen Längenmess- unsicherheiten deutlich unterscheiden.

1) Die kleinsten angebbaren Messunsicherheiten sind nach DAkkS-DKD-3 (EA-4/02) festgelegt.
Diese sind erweiterte Messunsicherheiten mit einer Überdeckungswahrscheinlichkeit von 95 % und haben,
sofern nichts anderes angegeben ist, den Erweiterungsfaktor k = 2.
Messunsicherheiten ohne Einheitenangabe sind auf den Messwert bezogene Relativwerte, sofern nichts anderes vermerkt ist.

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